Hundebücher

Hundefreunde24.de

Mittwoch, 27. Januar 2010

Hundebegegnungen und Spiele

Heute will ich Euch mal von Spielzeugen und Spielen berichten. Ich spiele für mein Leben gern - am liebsten würde ich den ganzen Tag laufen, toben und kämpfen. Ich treffe regelmäßig meine Hundekumpels, mit denen ich das machen kann. Manchmal begegene ich aber auch Hunden, die mit eingezogenem Schwanz weglaufen oder sich hinter ihrem Menschen verstecken. Herrchen läßt mich dann auch nicht wild umhertoben - ich muß dann oft an die Leine, darf aber wenigstens in der Nähe des Hundes bleiben. Wenn ich nicht an der Leine zerre und nicht wie ein Gummiball rumhopse, freut sich Herrchen und ich werde gelobt. Ab und zu passiert es auch, dass der Hund, der Angst hatte, sich vorsichtig zu mir hinbewegt und ein wenig von seiner Angst verliert. Ich darf dann an ihm schnuppern und dann gehen wir weiter.




Ich glaube, Herrchen mag auch nicht, wenn ich immer zu jedem Hund hinlaufen will. Aber ich bin ja nicht dumm - ich mache brav immer das, was Herrchen von mir will. Manchmal soll ich mich setzen oder legen, ein anderes mal gehen wir zuerst an dem Hund vorbei und manchmal sagt Herrchen, dass ich ihn anschauen soll. Es ist zwar hin und wieder schwer für mich, aber ich strenge mich an --- weil ich dann zu dem Hund laufen darf.


Ich find auch toll, wenn Herrchen mit mir tobt und kämpft. Aber ich glaube, das Fell der Menschen ist nicht so dick, wie das von uns Hunden. Wenn ich zu wild werde, macht Herrchen komische Laute und das Spiel ist zu Ende - das finde ich doof. Jetzt habe ich herausgefunden, dass ich viel länger mit ihm spielen kann, wenn ich etwas vorsichtiger bin.


Vor ein paar Wochen hat Herrchen dann ganz komische Sachen angeschleppt. Da waren zum Beispiel Sachen aus Holz dabei - "Prima", dachte ich, "da hab ich was zu knabbern." War aber nichts, Herrchen hat die Dinger festgehalten. Dann hat er ganz geheimnisvoll getan und irgendwie hat es auch nach Leckerchen gerochen. Ich hab dann erst mal ausgiebig an den Dingern geschnüffelt, was Herrchen wiederum toll fand. Plötzlich ging ein Holzdeckel in die Höhe, und da lag es, mein Lieblingsleckerchen. Fragt mich nicht, wo es herkam - muß irgendwas mit diesem Deckel zu tun gehabt haben.


Na ja, nach 2 oder 3 Tagen bin ich aus Zufall mit der Schnauze an besagten Holzdeckel gekommen. Der ist doch tatsächlich hochgegangen und da lag wieder mein Leckerchen.
Herrchen hat ein Spektakel gemacht und sich gefreut - soooo habe ich ihn nur selten erlebt. Er nennt das immer "Kopfarbeit für Hunde" oder "geistige Auslastung". Keine Ahnung, warum das so heißt - mir machts auf jeden Fall Spaß und nach einer Weile werde ich sogar etwas müde.




Abends bin ich rundum zufrieden, denn Herrchen hat viele solcher Spiele. Ich habe gelernt, Deckel zur Seite zu schieben, Klötze mit der Schnauze hochzuheben, mit der Pfote auf so ein komisches gelbes Ding zu treten und das ist noch längst nicht alles. Wenn der Schnee weg ist, darf ich draussen das Arbeiten mit der Nase lernen, hat Herrchen gesagt. Aber davon ein anderes mal. Jetzt bin ich müde und lege mich erstmal in mein Körbchen.


Wünsche euch viel Spaß beim spielen

Euer Bruno

1 Kommentare:

  1. Hallo Bruno,
    ich finde es toll, wie gut du dich bei deinem neuen Rudel einlebst.
    Die Erziehung deiner Menschen ist schon sehr gut, es gibt aber noch den Trick, beim Pfotenauflegen noch sehr hell zu fiepsen (klappt mit 50%iger Steigerung) oder du machst einen ganz langen Seufzer (fast 100%ige Steigerung des sofortigen Erfolges).
    Auch Menschen müssen geistig gefordert werden. Hier ein einfaches Spiel: Spiele mit einem Gegenstand den die Menschen verloren haben. Frauchen hat z.B. eine Tupperdose geöffnet und beim Zusammenbau ein Teil vergessen, welches noch auf dem Boden lag. Also spiele ich augenfällig damit rum, es wird mir abgenommen und Frauchen fängt schon an zu denken. Irgendwann kommt sie dann darauf, dass dieses weiße ovale Teil unter den Deckel der Dose gehört. Natürlich wirst du als Finder gelobt!!!
    Lustiger ist aber das zweite Spiel (Leckerliquote null, aber Spaßfaktor 1005%).
    Gestern abend kaute ich demonstrativ auf einem Metallteil, welches ist auch mal extra fallen ließ. Frauchen kommt, nimmt das Teil und fragt mich, was das ist! Natürlich habe ich es ihr nicht verraten. Kurzes Nachdenken von Frauchen- sie geht zu Herrchen und fragt scheinheilig, ob das Teil von der Heizung sein könne. Herrchen sagt, dass kann nicht sein. Aber- jetzt muss er sich auf den Boden legen um nachzuschauen wer Recht hat.
    Nach viel Zungenlecken von mir, habe ich ihn wieder aufstehen lassen.
    Fassungslos sagte er dann Frauchen, dass ich den Deckel der Heizungsdichtung abgedreht hätte. Das sei unglaublich, vielleicht könnte ich ihm jetzt ab und zu helfen.
    Den ganzen Abend war er am Grübeln, wie ich diese Dichtung wohl abbekommen habe, das sind immerhin fünf volle Umdrehungen und fest angezogen habe er sie auch!!
    Ich habe in der Ecke gelegen und war stolz auf mich- meine Menschen waren mal wieder geistig gefördert und gefordert worden.
    Grüße
    Chana

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